Archiv

 

 

Unser Archiv – Ein Rückblick auf Veranstaltungen und Wissensressourcen

Unser Archiv bietet einen wertvollen Einblick in vergangene Veranstaltungen, die spannende Themen und Diskussionen behandelt haben. Es dient als umfassende Sammlung von Inhalten, die Sie inspirieren und bereichern können.

Was Sie im Archiv finden:

  • Vergangene Veranstaltungen: Entdecken Sie Rückblicke auf Events, Vorträge und Diskussionen, die wir organisiert haben. Hier finden Sie detaillierte Zusammenfassungen, Präsentationen und weitere Materialien, die die Veranstaltungen begleitet haben.

  • Buchtipps: Wir stellen Ihnen eine sorgfältige Auswahl an Büchern zu verschiedenen Themen vor, die von unseren Experten empfohlen wurden. Diese Tipps bieten Ihnen eine wertvolle Orientierung in verschiedenen Fachbereichen.

  • Blog: Unser Blog enthält regelmäßig neue Beiträge, die aktuelle Themen aufgreifen und tiefere Einblicke in relevante Diskussionen und Entwicklungen bieten.

  • Links: Hier finden Sie eine Sammlung nützlicher Links zu relevanten Ressourcen, die Sie weiterführend informieren und unterstützen können.

Unser Archiv ist ein Ort des Wissensaustauschs und der Inspiration. Wir laden Sie ein, zu stöbern, zu lernen und sich von den

 

 

NEU!!! Rückblick der laufenden Veranstaltungen stehen ab sofort als erster Beitrag.

 

Raum für Fragen, Zeit für Gefühle: Letzte-Hilfe-Kurse an der Volksschule Bad Häring

 

Im April durften wir zwei besondere Letzte-Hilfe-Kurse an der Volksschule Bad Häring gestalten – Begegnungen, die uns als Vortragende nachhaltig berührt haben.

Im Mittelpunkt der Kurse standen die sensiblen Themen Abschied, Tod und Trauer. Themen, die im Alltag oft ausgeklammert werden, die aber dennoch ein wichtiger Teil des Lebens sind – auch für Kinder. Umso beeindruckender war es für uns zu erleben, mit welcher Offenheit, Ehrlichkeit und Neugier die Schülerinnen und Schüler diesen Inhalten begegneten.

Schon nach kurzer Zeit entstanden vertrauensvolle Gespräche. Fragen wurden gestellt, die vielleicht zu Hause unausgesprochen bleiben – aus Unsicherheit, Zurückhaltung oder weil einfach der passende Raum fehlt. Genau diesen Raum konnten wir gemeinsam schaffen. Es war spürbar, wie wichtig es für die Kinder ist, über diese Themen sprechen zu dürfen, gehört zu werden und Antworten zu bekommen.

Für uns als Vortragende sind diese Kurse jedes Mal eine große Bereicherung. Sie zeigen uns, wie bedeutend es ist, Themen wie Abschied, Tod und Trauer frühzeitig und altersgerecht in den Schulalltag zu integrieren. Kinder haben ein natürliches Bedürfnis, zu verstehen – und sie verdienen es, dabei begleitet zu werden.

Denn genau hier beginnt die Hilfe: im Kleinen, im Miteinander und im Mut füreinander das zu sein

Textgestaltung: Emanuela Staudacher-Egger

Trauercafé – 8. April 2026
Reihe Trauermodelle | Teil 3: Das duale Prozessmodell (Stroebe & Schut)


Im dritten Teil unserer Reihe zu Trauermodellen stand das duale Prozessmodell nach Stroebe und Schut im Mittelpunkt. Dieses Modell versteht Trauer nicht als linearen Verlauf, sondern als einen dynamischen Prozess.

Im Zentrum steht die Bewegung zwischen zwei Bewältigungsfeldern:
dem verlustorientierten Feld, in dem Gefühle wie Schmerz, Sehnsucht und Erinnerung Raum finden,
und dem wiederherstellungsorientierten Feld, das die Anpassung an den veränderten Alltag sowie neue Perspektiven in den Blick nimmt.

Trauer wird dabei als ein oszillierender Prozess beschrieben – ein bewusstes und gesundes Pendeln zwischen diesen beiden Bereichen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der persönlichen Auseinandersetzung:
In der Übung „Das Pendel meiner Trauer“ erhielten die Teilnehmenden Raum zur Selbstreflexion und konnten ihre individuelle Trauerbewegung wahrnehmen.

Das Trauercafé bot einen geschützten Rahmen für Austausch, Verstehen und 

Textgestaltung:Sabine Zangerl 

 Workshop an der Mittelschule Brixlegg

                           Was wenn morgen alles anders wäre?                                                  

Im Rahmen unseres Workshops „Was, wenn morgen alles anders wäre?“ durften wir gemeinsam mit Schüler*innen der Mittelschule Brixlegg ein Thema aufgreifen, das im Alltag oft zu wenig Raum bekommt: Trauer, Abschied und Tod.

 

In vier zentralen Bereichen – Begleiten statt hilflos dastehen, Vorsorgen & Entscheiden, Abschied & Bestattung sowie Trauer – setzten sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen Aspekten auseinander. Dabei wurde deutlich, dass das Leben aus Gegensätzen besteht: aus Lachen und Weinen, Freude und Traurigkeit.

 

Zu Beginn begegneten viele Schüler*innen den Inhalten noch zurückhaltend und teilweise überrascht. Im Laufe des Vormittags öffneten sie sich jedoch zunehmend, brachten sich aktiv ein und beteiligten sich engagiert an den Gruppenarbeiten. Es entstanden viele Fragen, intensive Gespräche und berührende Aha-Momente.

 

Das Feedback der Jugendlichen war durchwegs positiv. Besonders überraschend war für viele die Vielfalt an Bestattungsformen sowie neue Einblicke in das Thema Trauer. Eine zentrale Erkenntnis, die viele mitnahmen: Die Zeit mit wichtigen Menschen bewusst zu nutzen und wertzuschätzen.


🟨 Unser Fazit:

 

Wir erleben immer wieder, dass viele Kinder und Jugendliche auf diese Themen kaum vorbereitet sind – was verständlich ist, da das Leben gerade erst beginnt. Gleichzeitig zeigt sich, wie offen und unvoreingenommen junge Menschen damit umgehen, wenn man ihnen Raum gibt.

Umso wichtiger ist es, frühzeitig über Tod, Abschied und Trauer zu sprechen. Denn je mehr Verständnis vorhanden ist, desto besser können schwierige Situationen eingeordnet und bewältigt werden. Der Tod gehört zum Leben – und jede:r wird sich irgendwann damit auseinandersetzen.

Textgestaltung: Emanuela Staudacher Egger

Rückblick Trauercafé März 2026 

 

Beim gestrigen Trauercafé beschäftigten wir uns mit dem zweiten von drei Trauermodellen 

Das Kaleidoskop von Chris Paul.

Mithilfe einer bildlichen Darstellung der verschiedenen Facetten und einer einfachen Erklärung wurde schnell deutlich:

 

Trauer verläuft nicht nach einem festen Schema, sondern ist ein individueller und oft ineinanderfließender Prozess.

 

 

Die farbigen Facetten des Modells zeigten anschaulich, wie vielfältig Trauer sein kann. Die Teilnehmer erkannten, dass es normal ist, wenn sich Gefühle verändern – manchmal geht es einem besser, manchmal erlebt man wieder einen Rückschritt.

 

Durch die Erklärung mit Flipchart und Anschauungsmaterial konnten die Teilnehmer das Modell gut verstehen und stellten viele Fragen. Besonders entlastend war für viele die Erkenntnis, dass Trauer viele Gesichter hat. Sie entsteht nicht nur beim Tod eines Menschen, sondern auch bei anderen Abschieden im Leben, etwa beim Verlust eines Haustieres oder beim Ende einer Partnerschaft. 

 

Das Fazit des Abends: Wenn Menschen besser über Trauer informiert sind, fällt es ihnen leichter, ihre eigenen Gefühle und Situationen zu verstehen – und zu akzeptieren, dass Trauer so vielfältig ist wie das Leben selbst.

Zitat von Chris Paul aus dem Buch: Ich lebe mit meiner Trauer

Je düsterer und hoffnungsloser die Interpretation des eigenen Lebens in der Vergangenheit ausfällt desto weniger Freude und Zufriedenheit sind für die Zukunft denkbar.

 

Textgestaltung: Emanuela Staudacher Egger

 

 

Rückblick Trauercafé Februar 2026

 

Das Trauercafé im Februar startete mit einer neuen Themenreihe: 

Trauermodelle 1/3

Trauermodelle sind nicht nur für Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter hilfreich – sie können auch Trauernden selbst eine wertvolle Orientierung sein. Sie bieten keine starren Vorgaben, sondern behutsame Landkarten durch eine Zeit, die sich oft chaotisch und überwältigend anfühlt. Denn ein Trauerweg verläuft niemals geradlinig. Er kennt Wendungen, Rückschläge und Tage, an denen alte Wunden durch bestimmte Ereignisse neu aufbrechen. Viele trauernde Menschen erleben genau das als entmutigend. Sie sorgen sich, „stecken zu bleiben“ oder nicht richtig zu trauern.

Hier können Trauermodelle entlasten: Sie zeigen auf, dass all diese Erfahrungen zutiefst menschlich und normal sind. Sie machen deutlich, dass Trauer kein Zustand ist, den man „bewältigt“, sondern ein Prozess, der Zeit, Geduld und innere Arbeit braucht. Die sogenannten Traueraufgaben gehören zu diesem Weg dazu – und dürfen in ihrem eigenen Tempo gegangen werden.

In einer kleinen, aber sehr interessierten Runde haben wir uns zunächst über Gefühle in der Trauer ausgetauscht – anhand des „Trauer-ABC“. Dabei wurde spürbar, wie vielfältig Emotionen in der Trauer sein können: von Angst und Einsamkeit über Wut und Schuld bis hin zu Dankbarkeit und liebevollen Erinnerungen. Besonders wohltuend war es für viele, diese Gefühle aussprechen zu dürfen und zu erleben, dass andere ganz ähnliche Erfahrungen machen. Das Gefühl, mit den eigenen Gedanken und Empfindungen nicht allein zu sein, hat spürbar entlastet.

Im Anschluss haben wir uns die vier Traueraufgaben nach William Worden näher angeschaut. Sein Modell beschreibt Trauer als einen aktiven Prozess, der unter anderem das Annehmen des Verlustes, das Durchleben des Schmerzes, das Sich-Anpassen an eine veränderte Lebenswelt und das Finden einer neuen Verbindung zur verstorbenen Person umfasst. Die Besucherinnen und Besucher empfanden dieses Modell als besonders hilfreich. Es half ihnen zu verstehen, warum es immer wieder schwerere Tage gibt – und warum darauf auch wieder leichtere folgen dürfen. Trauer ist kein Rückschritt, wenn sie sich erneut zeigt; sie ist Ausdruck der Liebe und der Verbundenheit.

Am Ende des Abends war das Feedback durchweg positiv. Die Offenheit im Austausch, die neuen Impulse und das gemeinsame Nachdenken wurden als bereichernd erlebt. Viele freuen sich bereits auf den nächsten Themenabend im Trauercafé – auf weitere Gespräche, neue Perspektiven und das stärkende Erleben von Gemeinschaft auf einem Weg, der zwar individuell ist, aber nicht allein gegangen werden muss.

Textgestaltung: Sabine Zangerl

Rückblick - Trauercafé im Jänner 2026

 

 

Gestern Abend durften wir im Trauercafé wieder gemeinsam einen besonderen, warmen Raum erleben – einen Ort, an dem Trauer da sein darf und niemand etwas „leisten“ muss. Unser Thema war die Winterzeit: Noch immer eine Zeit des Rückzugs, des Innehaltens und des eigenen Schutzes. Auch wenn die Tage ganz langsam wieder heller werden, spüren viele von uns noch deutlich die dunkle Jahreszeit – und genau dafür haben wir uns Zeit genommen.

 

 

Im Winterkreis haben die Besucherinnen anhand einiger Fragen geteilt, was sie gerade bewegt. Es entstand ein offener, ehrlicher und zugleich sehr unterstützender Austausch – mit Momenten der Stille, des Zuhörens und des Wiedererkennens. Besonders schön ist dabei immer wieder zu erleben, dass auch neue Besucherinnen und Besucher in dieser Runde mit viel Herzlichkeit und ehrlicher Offenheit aufgenommen werden – ohne Erwartungen, ohne Druck, einfach menschlich.

 

In einer kleinen Selbstübung zum Winterruhe-Kompass ging es dann um ganz praktische, liebevolle Orientierung: Was darf im neuen Jahr bleiben? Was brauche ich für meine Selbstpflege? Was kann ich weglassen? Und welches kleine Ziel wünsche ich mir für die nächsten zwei Monate? Die Gedanken wurden auf Kärtchen festgehalten – als hilfreiche Begleiter für zu Hause, die man immer wieder hervorholen kann, wenn es gut tut.

 

Ich bin  dankbar für das Vertrauen, die Offenheit und das Miteinander an diesem Abend. Manchmal ist es schon entlastend, nicht allein zu sein – und ein kleines Licht miteinander zu teilen. 

 

Textgestaltung: Emanuela Staudacher Egger

Wir feiern unser 1. Bestandsjahr

Rückblick auf unser erstes Jahr – Herzenswege: Mut für die Trauer

 

Unser erstes Jahr mit dem Trauercafé – unserem Herzensprojekt „Herzenswege -  Mut für die Trauer“ – war geprägt von vielen berührenden Begegnungen und wertvollen Erfahrungen.

 

Insgesamt durften wir bei neun Trauercafé-Abenden 98 Besucherinnen und Besucher willkommen heißen. Besonders beeindruckend war dabei die Vielfalt: Die jüngste Teilnehmerin war 25 Jahre alt, die älteste Teilnehmerin 83 Jahre. Auch die Reichweite zeigt, wie groß der Bedarf ist – Menschen kamen aus der Region rund um Kössen/Kitzbühel bis nach Innsbruck zu unseren Treffen.

 

Neben den Trauercafés konnten wir im Rahmen der Freiwilligenwoche einen Workshop anbieten. Zusätzlich haben wir acht „Letzte Hilfe“-Kurse durchgeführt, darunter auch einen für Erwachsene.

 

Dieses erste Jahr hat uns gezeigt, dass sich Engagement lohnt. Auch wenn es anfangs Gegenwind und Zweifel gab, sind wir unseren Weg  weiter gegangen – und bleiben weiterhin dran. Denn jeder Mensch, dem wir in seiner Trauer ein Stück Halt und Unterstützung geben können, ist ein wertvoller Schritt und bewirkt etwas Gutes.

Ein herzliches Dankeschön möchten wir unseren Sponsoren - der Stadtgemeinde Kufstein unter der Führung von Hr. Martin Krumschnabel und dem Stadt Ausschuss aussprechen. Sie unterstützen uns auch heuer wieder mit einen finanziellen Beitrag.   "Vergelts Gott!".

Dem Diakoniewerk möchten wir auch "Danke" sagen, denn ohne Ihre Räumlichkeiten (Geschäft Nudel&Holz) könnten wir kein Trauer Café abhalten dabei möchten wir die unkomplizierte Kooperation mit Petra Leitner hervor heben.

 

Ein herzliches Dankeschön

Sabine & Emanuela
 

 

Textgestaltung: Emanuela Staudacher Egger

Feierliche Eröffnung vom Trauer Café

 

Am 23. Januar 2025 war es endlich so weit: Das Trauercafé wurde feierlich eröffnet! Nach acht Monaten harter Arbeit, Engagement und viel Herzblut konnten wir stolz unser Herzensprojekt ins Leben rufen. Mit Energie, Ehrgeiz und Fleiß haben wir es geschafft, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen in schwierigen Zeiten des Verlusts Unterstützung und Geborgenheit finden können.

Die Eröffnung des Trauercafés markiert einen bedeutenden Meilenstein für uns. Es ist ein Projekt, das nicht nur uns, sondern auch der gesamten Gemeinschaft zugutekommt. Es erfüllt uns mit großer Freude, zu wissen, dass wir einen Raum geschaffen haben, an dem Trauernde in einem geschützten Rahmen ihre Gefühle teilen und Unterstützung erfahren können.

Dieser Erfolg wäre jedoch nicht ohne die wertvolle Unterstützung zahlreicher Partner möglich gewesen. Unser herzlicher Dank gilt der Stadtgemeinde Kufstein und dem Rotary Club, die das Projekt finanziell ermöglicht haben. Ihre großzügige Hilfe hat es uns erlaubt, dieses Vorhaben zu realisieren und den Menschen in der Region eine wichtige Anlaufstelle zu bieten.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Diakoniewerk, insbesondere Petra Leitner, für die hervorragende Zusammenarbeit. Ihr Engagement haben das Projekt maßgeblich unterstützt und uns stets begleitet.

Es ist für uns eine große Freude, mit so vielen wertvollen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen, die diese Vision teilen und uns auf diesem Weg tatkräftig unterstützen. Das Trauercafé ist ein Symbol für Zusammenhalt, Mitgefühl und die Kraft der Gemeinschaft – Werte, die wir in unserem täglichen Tun leben.

Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben, und freuen uns auf die kommenden Monate, in denen wir noch vielen Menschen in Zeiten der Trauer zur Seite stehen können.

 

Foto 1: Wolfgang Otter

von der Tiroler Tageszeitung

                                                                               Foto: 2-3  von "KoffouPressefoto"

 Februar 2025

 

Diesen Monat veranstalteten wir unser erstes Trauer Café mit 13 Teilnehmenden -ein sehr positiver Start für dieses neue Angebot. Zudem hielten wir drei "Letzte Hilfe Kurse" ab: Einen für Erwachsene in Angath und zwei für Kids &Teens in der Volksschule Bad Häring. Immer wieder beeindruckt es uns, wie viele Fragen gerade von Kindern gestellt werden und wie dankbar die Teilnehmenden für dieses kostenlose Angebot sind. Da es nach wie vor vielen Menschen schwerfällt, über dieses sensible Thema zu sprechen, ist es umso wichtiger einen geschützten Raum zu schaffen, in denen sich gleichgesinnte austauschen können

 

 

Ein kleiner Einblick in die Letzte Hilfe Kids &Teens Kurse, die Fotos wurden zur Veröffentlichung von der Direktion freigegeben.

Rückblick der letzten Monate:

  • Im ersten Halbjahr haben wir drei Letzte Hilfe Kurse abgehalten.
  • Wir nahmen an der Freiwilligen Woche vom Land Tirol teil.
  • Wir veranstalteten einen Infopoint zum Trauer Café sowie einen Workshop mit dem Thema: Von der Trauer zurück in eine sinnvolles Leben. Ausgerichtet nach dem Trauermodell nach Chris Paul.
  • Zusätzlich veranstalteten wir in diesem Zeitraum fünf Trauer Café-Nachmittage mit insgesamt 33 Besuchern.

 

Textgestaltung: Emanuela Staudacher Egger

Trauer Café - Start nach der Sommerpause

"Vom Sommer in den Herbst"

 

Am 10.9.25 fand nach unserer zweimonatlichen Sommerpause erstmals wieder das Trauer Café statt. Zehn Besucher nahmen teil.

Die Themen des Tages lautete: 

  • Wie habe ich den Sommer ohne meinen geliebten Menschen erlebt.
  • Was war besonders schwierig? Gab es auch Lichtblicke?
  • Welche Gefühle weckt der beginnende Herbst?

Es entwickelte sich ein reger Austausch mit vielen Erinnerungen an die geliebten Menschen. Der Abend war sehr berührend und zugleich auch auflockernd.

 

Das besondere an solchen Abenden ist für mich als Trauerbegleiterin- zu erleben, wie offen und ehrlich sich die Menschen begegnen. Anfangs sind viele noch sehr traurig und unsicher im Umgang mit sich selbst. Doch im Laufe der Gespräche und Erzählungen entstehen auch Momente des Lachens. Meist gehen die Besucher am Ende ein Stück erleichtert und mit etwas mehr Leichtigkeit nach Hause.

Textgestaltung: Emanuela Staudacher Egger

Trauer Café: Thema im Oktober- Herbstgefühle

 

 

Die Besucher des Trauer Cafés tauschten sich zum Thema "meine Trauer in der dunklen Jahreszeit "und "welche Bedeutung hat Allerheiligen für mich? "aus.

Alle erhielten wertvolle Impulse durch Erzählungen von anderen Betroffenen und Trost in der Gemeinschaft.

 

Textgestaltung: Sabine Zangerl

Rückblick - Trauer Café im November

 

Am Mittwoch, den 12. November, fand erneut unser monatliches Trauer Café statt. Inmitten der stillen Zeit zwischen Allerheiligen und Advent stand dieses Treffen ganz im Zeichen der Lichterinnerungen. Gemeinsam sprachen wir darüber, welche Menschen uns in diesen Tagen besonders nah sind, wie wir Allerheiligen zum ersten Mal erlebt haben und welche Rituale uns in Zeiten der Trauer Halt geben.

Auch die kommende Vorweihnachtszeit spielte eine wichtige Rolle. Was fällt in dieser besonderen Zeit besonders schwer - und was gelingt vielleicht leichter als erwartet? im geschützten Rahmen unseres Trauer Cafés konnten diese Fragen behutsam betrachtet und miteinander geteilt werden.

 

"In der Zeit zwischen Gedenken und Advent schenkt uns jede Kerze ein Stück Trost - als würde die Erinnerung selbst ein Licht entzünden."

 

 

 

Textgestaltung: Emanuela Staudacher Egger

Letzte Hilfe Kurse Kids&Teens im November 2025

Im November waren wir an drei  Tagen in der Volksschule Kirchbichl. Die SchülerInnen der Klassen 4a, 4b und 4c waren alle mit Begeisterung dabei.

Auch wenn sie sich unter Letzte Hilfe anfangs nichts vorstellen konnten, tauchten sie sofort in die Themen ein und zeigten Interesse, teilten ihre Erfahrungen und stellten Fragen.

 

Mit unserem Angebot und unseren Kursen wollen wir Tabus brechen und einen offenen Umgang mit den Fragen rund um Krankheit, Sterben, Tod und Trauer fördern. Die Schüler haben die Möglichkeit sich mit ihrer eigenen Trauer und ihren Verlusterfahrungen bewusst auseinander zu setzten.

Dieses Thema lässt sich von Kindern nicht fern halten, denn Fragen des Sterbens sind immer auch Lebensfragen und die Auseinandersetzung gehört zum Leben dazu. Auch wenn viele Eltern und auch Lehrpersonen Ängste haben Kindern dieses Thema zuzumuten, zeigen uns die Erfahrungen mit den Kindern ganz was anderes. Auch Kinder im Volksschulalter haben schon viele „kleine  Tode „ und Abschiede erlebt. Den Verlust eines Haustieres, ein/e FreundIn zieht weg, Trennung der Eltern, Auszug eines älteren Geschwisters usw. bis hin zum richtigen Verlust durch Tod eines geliebten Menschen in der Familie, wie Oma und Opa. Manchmal fliesen Tränen und es gibt traurige Momente, aber am Ende geben und die Kinder als Feedback, dass sie es interessant gefunden haben, ihnen alles sehr gut gefallen hat und sie jetzt am Ende fröhlich und gut gelaunt, manch einer noch nachdenklich, aber nicht traurig nach Hause gehen.

 

Wir versuchen einfühlsam mit den Kindern zu erarbeiten, dass das  Leben aus Lachen und  Weinen besteht und manchmal auch Freude und Trauer sehr nah beieinander liegen können. Wissen wird dabei nicht nur durch Vortrag und Power Point Folien vermittelt, sondern es sind auch spielerische Elemente eingearbeitet, damit die Kinder es fühlen und begreifen können.

Wir wünschen uns, dass wir mit den Kursen dazu beitragen können, dass dieses Thema und existentielle Fragen wieder mehr in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft gebracht werden und durch den Kurs in der Schule die Kinder mit ihren Fragen und ihren Erzählungen zuhause auch Tabus aufbrechen können und einen verlässlichen Ansprechpartner finden.

 

Unser Ziel ist es den Kindern zu vermitteln, dass sie mit ihren Erlebnissen,  den dazugehörigen Ängsten, Unsicherheiten und Gefühlen nach Verlusten nicht alleine sind. Durch die Arbeit in der Gruppe wird das Vertrauen und soziale Gefüge im Klassenverband gestärkt, sie erfahren, dass auch andere MitschülerInnen schon Verlusterfahrungen gemacht haben und sie damit nicht alleine sind.

 Es ist uns auch wichtig, dass Lehrpersonen  durch dieses Projekt gestärkt und ermutigt werden, diese sensiblen Fragen mit den Kindern offen anzusprechen, da Kinder oft entgegen der Meinung der Erwachsenen unvoreingenommen und ohne Tabus an die Themen herangehen.

 

 

Textgestaltung: Sabine Zangerl

Rückblick - Trauer Café im Dezember

 

Erst wenn Weihnachten in unseren Herzen ist,

liegt Weihnachten in der Luft

 

In einer kleinen Runde hatten wir einen sehr schönen Abend

mit viel Austausch, Tränen und Lachen.

Das spiegelte auch genau die Gefühlswelt in der Weihnachtszeit.

Freude, feiern, lachen
sind genauso da wie Trauer, Tränen, vermissen und erinnern.
Wir tauschten unsere Gedanken aus und suchten

gemeinsam nach hilfreichen Rituale wie man
mit dem verstorbenen Menschen in Verbindung sein kann

beim Feiern vom neuen/ersten neuen
Weihnachten.
Die Besucher wurden bestärkt, dass Trauer auch sein darf,

es wichtig ist, seine Wünsche zu kommunizieren

und nicht gegen sein Gefühl sich zu entscheiden,

nur um anderen gerecht zu werden.

Es gibt kein Richtig und kein Falsch.

Nicht einsam sondern gemeinsam Weihnachten,
aber sich auch den Weg für Rückzug offen zu lassen.

 

Auf Wunsch der Besucher stellen wir das Rezept (von Sabine) der Vanillekipferl online.

Gutes Gelingen!!

 

Wir wünschen unseren Trauer Café-Besuchern ein
schönes Weihnachtsfest mit vielen schönen Momenten
umgeben von lieben Menschen, die euch gut tun. Aber auch

Zeit und Raum für eure Trauer.
Alles Gute und viel Glück für 2026.

Wir freuen uns euch auch 2026 wieder zu sehen

Sabine & Emanuela

 

 

Textgestaltung: Sabine Zangerl

 

 

 

 

 

 

 

Textgestaltung: Emanuela Staudacher-Egger

Abschied zu nehmen gehört zum Leben dazu.

Doch die Liebe des anderen Menschen lebt in unserem Herzen.

Sie wird uns begleiten und in schwierigen Momenten den richtigen Weg weisen.

So lange bis sich beide Herzen wieder zusammen fügen

(Jondo)